Seminarprogramm für pädagogische Fachkräfte

Ob naturwissenschaftliche, mathematische, ästhetische oder sprachliche Bildung: Quer zu allen Bildungsbereichen wird dem schöpferischen Denken eine Schlüsselrolle zugeschrieben. Kein Curriculum im Elementar- und Primarbereich verzichtet daher auf Hinweise zur Förderung von kreativen Kompetenzen. Der Fähigkeit zu schöpferisch-kreativem Denken wird darüber hinaus eine besondere Anschlussfähigkeit an eine inklusive Haltung zugeschrieben. Die Seminare, die in der NetzWerkstatt angeboten werden, eröffnen eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Zielen und Umsetzungsmöglichkeiten der Arbeit mit bedeutungsoffenen Materialien. Allen Angeboten gemeinsam ist immer die Herstellung offener Lernsituationen, die sich auf den unmittelbaren Umgang mit den Materialien aus der vorhandenen Sammlung beziehen. Dabei ist es von großer Bedeutung, dass auch die Erwachsenen beim eigenen Handeln erfahren, wie vielfältig die Auseinandersetzungsprozesse mit den eher ungewohnten Dingen verlaufen und welche Bildungspotentiale in ihnen stecken, um so die entsprechenden Lernerfahrungen von Kindern aktiv nachvollziehen zu können.

Anmeldung

Praxisseminar 13.09.2017

Zur Arbeit mit bedeutungsoffenen Materialien
im Kontext sprachlicher und ästhetischer Bildung im Elementar- und Primarbereich

Praxisseminar:13.09.2017, 9.30 – 14.30 Uhr

Seminarleitung: Prof. Dr. Stefan Brée, HAWK Hildesheim

Kinder entdecken Phänomene und Materialien in ihrer Umwelt von Anfang an spielerisch, fantasievoll und experimentell. Was ist das? Warum sieht das so komisch aus? Das riecht komisch! Die staunende und fragende Wahrnehmung von Merkwürdigkeiten beflügelt die Vorstellungskraft. Man fragt sich nicht nur was „das“ jeweils sein soll sondern hat den Impuls zum Berühren. Erkundendes in die Hand zu nehmen. Assoziativ werden Suchprozesse ausgelöst in der eine neue, eigene Bedeutung entstehen kann. In der modernen Kunst ist diese Situation das zentrale Anliegen: Eine neue Perspektive durch irritierte Wahrnehmung herausfordern. Nur so kann etwas sichtbar werden, was bislang unsichtbar war (Paul Klee).
In der ästhetischen Bildung geht es vor allem darum Kindern zu ermöglichen den eigenen Sichtweisen und Hypothesen in „100 Sprachen“ Raum zu geben. So entstehen ästhetische Projekte die bildsam sind weil sie Denken und Vorstellungskraft mit starker Motivation verknüpfen. Dazu brauchen pädagogische Fachkräfte Kompetenzen um Sichtweisen der Kinder wahrzunehmen und um sie herauszufordern sich vielfältig auszudrücken.

Im Semianr werden Potentiale für die Verknüpfung ästhetischer und sprachlicher Bildung erprobt und reflektiert. Folgende Themen stehen im Mittelpunkt wie

  • das Sammeln, Ordnen und Gestalten als ästhetische Bildungsform
  • Gestaltungsprozesse als ästhetische Forschung
  • entwicklungsangemessene Herausforderung von ästhetischen Bildungsprozesse
  • Lernbegleitung zwischen Selbstthematisierung und kindlichen Perspektiven

Für pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus dem Elementar-,Primarbereich, der Tagespflege und für  FachschülerInnen

Kosten: 60,-€
Anmeldung bis 06.09.2017 unter:
NetzWerkstatt einfallsreich, Krausenstr.35, 30171 Hannover
Tel 0511-3590080, post@netzwerkstatt-einfallsrech.de